Abordnungen an Celler Schulen:: „Alle müssen sich für eine bestmögliche Unterrichtsversorgung mehr anstrengen!“
Nach der Kritik der SPD im Landkreis Celle an nicht rechtzeitig zugestellten Abordnungsverfügungen liegt nun die Antwort des Kultusministeriums vor. Danach waren 17 Abordnungen zum Schulstart nicht rechtzeitig verfügt – deutlich weniger als zunächst berichtet. Der überwiegende Teil der Fälle ist inzwischen abgeschlossen, die verbleibenden befinden sich in den letzten Verfahrensschritten. Der SPD-Kreisvorsitzende Maximilian Schmidt begrüßt die schnelle Klärung, fordert aber Konsequenzen für die Abordnungsplanung im kommenden Schuljahr.
Zum Schuljahresbeginn hatten Grundschulen unter anderem in Eschede, Oldau und Wathlingen auf abgeordnete Lehrkräfte warten müssen, weil die notwendigen Verfügungen fehlten. Der Vorsitzende der SPD im Landkreis Celle, Maximilian Schmidt, hatte sich deshalb mit Bitte um schnelle Klärung an Kultusministerin Julia Willie Hamburg gewandt.
Die Antwort liegt nun vor, das Kultusministerium bestätigt darin, dass 17 Abordnungen teilweise nicht rechtzeitig verfügt waren – weniger als die zunächst berichteten 35 Fälle. Als Ursachen nennt das Ministerium ein Zusammentreffen mehrerer Faktoren: verspätet eingegangene oder unvollständige Unterlagen, Nacharbeiten bei Anhörungen, die gesetzlich vorgeschriebene Beteiligung der Personalvertretungen, die Prüfung von Einwendungen betroffener Lehrkräfte sowie in Einzelfällen organisatorische Probleme – darunter ein auf dem Postweg verloren gegangener Vorgang. Zehn Vorgänge gingen zudem erst am 12. August und damit unmittelbar vor Schuljahresbeginn beim zuständigen Regionalen Landesamt für Schule und Bildung (RLSB) Lüneburg ein.
„Es war richtig, hier das Kultusministerium einzuschalten, um den Sachverhalt umgehend prüfen zu lassen. Die offenen Verfahren wurden dann mit hoher Priorität bearbeitet. Die Verfügungen ohne Einwendungen sind inzwischen erlassen, die restlichen Fälle stehen kurz vor dem Abschluss", sagt Maximilian Schmidt. „Besonders wichtig ist mir die ausdrückliche Zusage des Ministeriums, dass den betroffenen Lehrkräften aus den Verzögerungen keinerlei Nachteile entstehen werden – diese Zusage steht."
Zudem seien die betroffenen Lehrkräfte in der Zwischenzeit nicht untätig gewesen: Nach Darstellung des Ministeriums haben sie an ihren Stammschulen dienstliche Aufgaben wahrgenommen und dort insbesondere Unterricht erteilt und vorbereitet.
Gleichwohl bleibe ein kritischer Befund, so Schmidt: „Jede nicht rechtzeitig verfügte Abordnungen ist eine zu viel. Ein Schuljahresbeginn steht lange fest. Wenn Vorgänge erst Mitte August bei der Behörde eingehen oder ein Verfahren auf dem Postweg verloren geht, dann stimmt der Verwaltungsablauf nicht. Die Leidtragenden waren die Grundschulen, die ihre Stundenpläne kurzfristig umbauen mussten – und die Familien, die sich auf einen verlässlichen Schulstart verlassen können müssen."
Von der Landesebene erwartet Schmidt deshalb, dass die Abläufe für das kommende Schuljahr angepasst werden: „Die Abordnungsplanung muss so getaktet sein, dass alle Beteiligungs- und Anhörungsverfahren rechtzeitig vor den Sommerferien abgeschlossen werden können. Und Vorgänge dieser Bedeutung dürfen 2026 nicht mehr per Post verloren gehen – hier braucht es durchgängig digitale Verfahren. Als SPD werden wir dem weiter nachgehen."
Abschließend dankt Schmidt den Schulleitungen und Kollegien der betroffenen Schulen: „Sie haben den holprigen Start mit großem Einsatz aufgefangen. Das verdient Respekt – und die Gewissheit, dass sich ein solcher Schulstart nicht wiederholt."