Rettungsdienst im Landkreis Celle verlässlich stärken: SPD: „15-Minuten-Ziel muss im gesamten Landkreis erreicht werden“
Die SPD im Landkreis Celle verfolgt weiterhin die verlässliche Erreichbarkeit des Rettungsdienstes im gesamten Kreisgebiet. „Wir werden alles dafür tun, dass das gesetzliche Ziel erreicht wird: In 95 Prozent der Notfalleinsätze muss innerhalb von 15 Minuten ein Rettungsmittel am Einsatzort sein – und zwar im gesamten Landkreis Celle“, erklärt Maximilian Schmidt, Vorsitzender der SPD im Landkreis Celle.
Fakt ist: Dieses Ziel wird bisher nicht erreicht, allen Anstrengungen zum Trotz. Aus Sicht der SPD ist aber entscheidend: Der Rettungsdienst gehört zur elementaren Daseinsvorsorge. Wer in Not gerät, muss sich darauf verlassen können, dass schnell professionelle Hilfe kommt – in der Stadt ebenso wie in den Dörfern und an den Kreisgrenzen. Deshalb sind Verbesserungen im Rettungsdienst notwendig. Sie müssen aber fachlich fundiert, rechtssicher und finanziell abgesichert vorbereitet werden.
„Schnelle Hilfe erreicht man nicht durch schnelle Überschriften, sondern durch saubere Analyse, verlässliche Planung und ein belastbares Gutachten“, betont Stefan Hauke für die SPD-Kreistagsfraktion. „Ein so sensibles System wie der Rettungsdienst darf nicht nach Bauchgefühl umgebaut werden. Entscheidungen müssen auf Daten, Einsatzrealitäten und fachlichen Standards beruhen.“
Maßstab ist für die SPD der sogenannte p95-Wert: In 95 Prozent der Notfalleinsätze muss innerhalb von 15 Minuten ein Rettungsmittel am Notfallort eintreffen. Um dieses Ziel zuverlässig zu erreichen, müssen Vorhaltung, Standorte, Versorgungsbereiche, Alarmierung und Einsatzaufkommen gemeinsam betrachtet werden. Wer zusätzliche Leistungen, neue Standorte oder veränderte Vorhaltekonzepte vorschlägt, muss zugleich klären, welche Wirkung diese Maßnahmen tatsächlich haben und wie sie dauerhaft finanziert werden.
„Klar ist aber auch: Wenn wir die Hilfsfristen im gesamten Landkreis zuverlässig erreichen wollen, wird das auch bedeuten, dass wir neue Rettungswachen brauchen“, erklärt Schmidt. „Deshalb haben wir uns für den Neubau einer Rettungswache in der Samtgemeinde Lachendorf eingesetzt. Und deshalb haben wir jetzt auch in der Gemeinde Südheide einen Antrag für einen weiteren Neubau gestellt.“
Andere politische Gruppierungen fordern derzeit kurzfristige Arbeitsgruppen zum Thema Rettungsdienst. Aus Sicht der SPD kann das ein tragfähiges Gutachten jedoch nicht ersetzen. Die Kreisverwaltung hat sich hierzu bereits auf den Weg gemacht: Ein neues Gutachten zur Vorhaltung im Rettungsdienst ist geplant und wird spätestens für die nächste Ausschreibungsphase erforderlich sein.
Dieses Gutachten ist auch deshalb unverzichtbar, weil Veränderungen im Rettungsdienst von den kostentragenden Krankenkassen anerkannt und finanziert werden müssen. „Ein Gutachten ist keine Verzögerung, sondern die Voraussetzung dafür, dass Verbesserungen am Ende auch wirklich umgesetzt und bezahlt werden können. Sonst bleibt der Landkreis auf den Kosten sitzen – und den Menschen ist nicht geholfen“, so Hauke.
Kleinere Verbesserungen können aus Sicht der SPD bereits laufend geprüft werden, etwa bei der Alarmierung, der Auswertung von Einsatzdaten oder der Abgrenzung von Versorgungsbereichen. Solche Optimierungen gehören zur kontinuierlichen fachlichen Arbeit von Verwaltung und Leistungserbringern und sollten auch unabhängig vom Gutachten weiter vorangebracht werden.
„Unser Ziel ist klar: Der Rettungsdienst im Landkreis Celle muss so aufgestellt werden, dass die Menschen überall im Landkreis schnell Hilfe bekommen. Dafür werden wir in der laufenden und vor allem in der nächsten Wahlperiode alles tun – mit neuen Rettungswachen, mit belastbarer Planung und mit einer Finanzierung, die am Ende auch trägt. Das wird eine Aufgabe, die uns aufgrund des hohen Investitionsbedarfs mehrjährig binden wird“, erklärt Schmidt abschließend.